www.jazzdrumming.de
 
www.jazzdrumming.de
 

home / projekte & bands / DrumBone

 











deutsch | english

 

DrumBone

 
 

DrumBone - gewachsen aus „drums and trombone“ zu einer inspirierenden Symbiose aus zwei Menschen und verschiedenen Ideen Töne zu erzeugen.

          

Die beiden Musiker vermitteln Stimmungen durch Musik. Eine phantasievolle und ausdrucksstarke Welt aus Tönen empfängt den Zuhörer. Die Posaune findet Klänge von zartem Raunen bis aufbrechendem Gellen und animalischen Lauten. Das Schlagzeug bettet den Gesang der Posaune in ein rhythmisches Blattwerk, ein Wiegen der Gräser, ein knisterndes Knicken und Brechen oder ein Rascheln von Böen des Windes. Die Musik findet ihren Bogen in einem ruhigen Dehnen und Wieder-Konzentrieren, bringt die Sinne aus einer Erregung wieder zurück in den gleichmäßigen Rhythmus des Aus- und Einatmens. Ein zartes Konzert erwartet den Zuhörer, eine Musik, die viel Raum läßt für eigene Empfindungen. 

 

Günter Heinz - tb, fl, zurna,electr.

geboren in Zeitz, studierte Mathematik in Halle, Musik in Dresden und Berlin. Zunächst tätig als Mathematiker an verschiedene Universitäten, 1983 Promotion. Seit 1987 freiberuflich als Musiker, Uraufführung zahlreicher zeitgenössischer Kompositionen, Konzerte mit improvisierter Musik, Rundfunk- und CD-Einspielungen in Deutschland (organic music), Schweiz (For4Ears) und USA (ALEA).1992-93 war er Gastkomponist am Elektronischen Studio der Musikakademie Basel. Zusammenarbeit mit dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, Neue Horizonte Bern und SEM-Ensemble New York. Seine Kompositionen wurden aufgeführt u.a. in Berlin, Moskau, Madrid  und USA. Lehraufträge in Malta und Sardinien. Im Bereich des Jazz spielte er u.a. mit Bernd Köppen, Lou Grassi, Hartmut Dorschner, Kent Carter, Bill Elgart, Michael Lythel, Agusti Fernandez, Fred van Hove. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals Frei Improvisierter Musik in Dresden.

 

Ernst Bier - dr, perc, electr.

einst Schüler von Billy Brooks, Charlie Persip, Vernell Fournier und Elvin Jones. In Bezug auf sein Schlagzeugspiel fallen frühzeitig Worte wie "hohes Einfühlungs- vermögen, Hingabe und Konstruktivität", die Bonner Rundschau bescheinigt ihm "Musikalität und Spielwitz". Als er, wie viele europäische Jazzmusiker den Drang nach "den Wurzeln" fühlt, taucht Bier folgerichtig von 1982 bis 1987 in die New Yorker Szene ein - von hier stammen auch die ersten Kontakte zu seinen heutigen musikalischen Begleitern und Freunden Mack Goldsbury, Ed Schuller und Herb Robertson. Ob mit dem Perry Robinson Quartet, dem Christoph Adams Trio oder Stars wie Attila Zoller, Chet Baker, Lester Bowie oder Walter Norris, Ernst Bier ist in der Regel nicht einfach als ausführender Schlagzeuger beteiligt, sondern entfaltet neben fundiertem musikalischen Input auch stets sein enormes Organisationstalent. Wieder in Europa folgt rege Tourneearbeit in einer großen Zahl verschiedener Projekte, die Suche nach der lebendigsten Szene führt ihn schließlich nach Berlin. Regelmäßige Workshops erhalten ihm hier den Kontakt zur Basis: Unter jungen Jazzmusikern ist seine "Living School" in Berlin inzwischen eine Institution.

 


 

Presse

Fachzeitschrift „weben+“Nr. 2/05

Kultureller Höhepunkt war die musikalische JAZZ – IMPROVISATION des Duos „Drumbone“ aus Berlin zur Ausstellung „Grasgeflüster-Lebensgeister“ von Lina Andrea Dippel  www.textilkunst-lina-dippel.de. Neugierig geworden durch ihre drei großen farbenfrohen Wandbehänge „Von großen Menschen“ an den Außenwänden des Werkhofs, machte sich das Gros der Kongressbesucher am Samstagabend auf den Weg in die Kulturscheune des nahegelegenen Herrenhauses Salderatzen. Dort konnte man sich, geleitet von den erst sehr leisen, dann immer drängender werdenden Jazzklängen, inmitten der hohen, von der Scheunendecke herabhängenden Webteppiche aus Seide, Leinen und Gras fallenlassen ins hohe Sommergras mit all seinem Grillengezirp und Froschgequake und Wind-Gras-Geflüster. „Die Freude am Leben“, sagte Lina Andrea Dippel,“die habe sie rüberbringen wollen“. Es ist ihr und dem Drumbone-Duo wahrhaft gelungen.

 

Frankenpost 8. 11. 05

Wer meint, Jazz habe nur in größeren Städten sein Publikum, war beim 10. Helmbrechtser Jazz-Wochenende angenehm überrascht: Gut 50 Jazz-Liebhaber fanden sich zum Eröffnungskonzert ein, das alles andere als Mainstream war. Der Posaunist Günter Heinz und Schlagzeuger Ernst Bier kommunizierten völlig frei und losgelöst zwischen Feingewebtem. „Grasgeflüster-Lebensgeister“ ist eine Ausstellung von Lina Andrea Dippel aus Thurnau betitelt, die Kulisse war zum Jazz-Konzert. Mehr als Kulisse: Heinz und Bier schöpften aus den Farben und Strukturen, wie auch die Künstlerin beim Weben nicht nur natürliche Materialien wie Jute, Seide, Gräser und Ähren, sondern bereits „Musik“ eingebracht hat. Die Lebensgeister der Zuhörer und Betrachter wolle man wecken, meinte sie und empfahl dem Publikum, „mit den Augen zu hören und mit dem Gehör zu sehen“. Das fiel leicht dank der bildhaften Tonsprache der beiden Musiker. Da hörte man nicht nur das Gras wachsen, sondern auch den Wind durchs Schilf rauschen und den Regen perlen, sah vor dem geistigen Auge Elefanten durchs Buschland ziehen und Schamanen tanzen. Das säuselte und röhrte, wisperte und krächzte, hustete und schnalzte. Ernst Bier bearbeitete nicht nur das Schlagzeug auf kreative Art und Weise mit Händen, Klöppeln und Plastiktüte, er ließ auch Plastikröhren schwingen. Günter Heinz zerlegte seine Posaune in alle Einzelteile und brachte sie zum Klingen, tauschte Blech auch schon mal gegen Holz und agierte als Schlangenbeschwörer. Dabei bezogen beide den ganzen Raum mit ein und ließen den Klang wirken – fremd und vertraut, nah und fern. Musik wurde so reduziert aufs Wesentliche: Klang und Struktur. Beides erweckt im Zuhörer Gefühle und Assoziationen – wie auch ein Gewebe durch Farbe und Material auf den Betrachter wirkt. Schuss und Kette: Die Anordnung ergibt das Muster. Rhythmus und Töne verweben sich zum Klangteppich. Das Helmbrechtser Publikum ließ sich gern auf die Lautmalerei ein, auf diese Meditation mit wachen Sinnen. Am Schluss applaudierte man sich gegenseitig. Die Musiker feuten sich über die große Aufmerksamkeit, das Publikum dankte für ein ganz besonderes Hörerlebnis.

 
      top


 

 

2008

DrumBone - Grasgeflüster DVD

 

2006

DrumBone - Grasgeflüster

 

 

 

 

Günter Heinz


mail: ernst.bier@jazzdrumming.de
 

  created by jazzdimensions